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Anna Tumarkin (1875-1951)
Die Schweizer Philosophin russischer Herkunft Anna Tumarkin, geboren am 16. Februar 1875, wuchs in Moldau als Tochter eines Kaufmanns auf und kam mit 17 nach Bern, um zu studieren, weil Frauen in ihrer Heimat eine akademische Ausbildung versagt war. Sie belegte Germanistik, Geschichte und Philosophie, dissertierte über Herder und Kant und schloss 1898 mit Bestnote summa cum laude ab. Sie war die erste Professorin Europas, welche die vollen Rechte besass, Doktoranden und Habilitanden zu prüfen und im Senat Einsitz zu nehmen. Den Titel einer Extraordinaria erreichte sie 1908 an der Universität Bern auf ordentlichem akademischem Weg. Ab 1906 war Tumarkin Titularprofessorin. Für ihre philosophischen Arbeiten wurde sie 1937 in Bern mit dem Theodor-Kocher-Preis ausgezeichnet. Mit 46 erhielt sie als Staatenlose das Schweizer Bürgerrecht. Tumarkin setzte sich für das Frauenstimmrecht ein und arbeitete 1928 an der ersten Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (Saffa) mit. Sie lebte mit Ida Hoff, der ersten Berner Schulärztin. Anna Tumarkin verstarb am 7. August 1951. Bei der Uni Bern ist ein Fussweg nach ihr benannt. (sda)
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